Wir haben auf Abgeordnetenwatch.de Hamburger Listenplatz-Politiker*innen folgende Fragen gestellt!

18.11.2019
Klimaschutz muss eine Prämisse für alle politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen sein. Wir wünschen uns, dass Politiker*innen sich verstärkt für die Umsetzung wirksamer Klimaschutz- und -anpassungsmaßnahmen einsetzen. CO2-Reduktionen durch technische Maßnahmen sind wichtig. Mindestens genauso essenziell sind der Erhalt und die Stärkung von bestehenden Ökosystemen, wie z.B. der Vollhöfner Wald in Hamburgs Süden.
Dieser Wald ist ein natürlich gewachsener, urwaldartiger Laubmischwald. Es ist ein Pionierwald, der in den letzten 50 Jahren gewachsen und besonders widerstandsfähig in Bezug auf klimatische Veränderungen ist. Er generiert Sauerstoff, speichert Kohlenstoff und ist Lebensraum für zahlreiche seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten.
Ist Ihnen das Thema Vollhöfner Wald vertraut, waren Sie vielleicht sogar schon einmal dort?
Der Wald befindet sich im Hafenerweiterungsgebiet und ist für die Hafennutzung vorgesehen. Das bedeutet, dass er zur Erschließung von Logistikflächen zur Disposition steht. Aktuell besteht nach wie vor die Gefahr, dass der Wald in 3-4 Jahren abgeholzt und komplett zerstört wird.
Wie beurteilen Sie die Bedeutung des Vollhöfner Waldes?
Wie werden Sie/ Ihre Partei sich dafür einsetzten, dass der Vollhöfner Wald einen dauerhaften Schutzstatus erhält?
Die Bedarfsermittlung von 2012 für die Überplanung der Fläche basiert auf Annahmen des Hafenentwicklungsplans mit einer Umschlagsprognose von 17 Mio. Containern im Jahr 2020. Diese Prognose war von Beginn an unrealistisch, seit 2015 liegt der Umschlag etwa bei 8,8 Mio. Containern pro Jahr. Unter diesen Voraussetzungen und dem Vorhandensein ander- weitiger Freiflächen/ Leerstände im Hafengebiet sehen wir keine Notwendigkeit für das Vorhalten von Flächen zur Bebauung. Weder in Moorburg noch in Altenwerder West.
Wie sieht für Sie/ Ihre Partei eine zukünftige Hafenentwicklung aus, die den Anforderungen und den Konsequenzen des Klimawandels gerecht wird?
Danke!

Alle Fragen zum Vollhöfner Wald auf Abgeordnetenwatch.de



Antwort von Dr. Joachim Seeler (SPD)

keine Antwort bis 03. März
Abgeordnetenwatch.de



Antwort von Dr. Monika Schaal (SPD)

keine Antwort bis 03. März
Abgeordnetenwatch.de



Antwort von Dora Heyenn (SPD)

Sehr geehrte Frau Hellmeyer, Der Vollhöfner Wald hat sich in den letzten 50 Jahren auf einer Brachfläche im Hamburger Hafen von Menschen weitestgehend unbeeinflusst selbst entwickelt. Auf 45 ha. Ist ein erhaltenswertes Biotop entstanden. Der Hamburger Senat hat die Entwicklung dieser Fläche aktuell ausgesetzt. Die SPD Bürgerschaftsfraktion unterstützt diese Position und wird sich darüber hinaus auch langfristig für den Erhalt des Vollhöfner Waldes einsetzen.

Diese Fläche ist ein gutes Beispiel dafür, wie künftig verstärkt ökonomische und ökologische Belange besser miteinander vereinbart werden müssen. Der Hamburger Hafen wird weiter entwickelt werden, gleichzeitig werden auf der Hafenfläche aber ökologische Anforderungen verstärkt berücksichtigt.

Antwort auf Abgeordnetenwatch.de



Antwort von Gert Kekstadt (SPD)

keine Antwort bis 03. März
Abgeordnetenwatch.de



Antwort von Dr. Annegret Kerp-Esche (SPD)

keine Antwort bis 03. März
Abgeordnetenwatch.de



Antwort von Anne Krischok (SPD)

Sehr geehrte Frau Hellmeyer, vielen Dank für Ihre Anfrage. Als Umweltpolitikerin sind mir Klimaschutz und Maßnahmen gegen den Klimawandel selbstverständlich sehr wichtig. Dazu zählen z.B. Reduzierungen von CO2-Produktionen durch fossile Energien oder Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel (Hochwasserschutz, Bäume etc.). Wir wollen in Hamburg bis spätestens 2030 55 % CO2 (im Vergleich zu 1990) einsparen und Hamburg bis spätestens 2050 klimaneutral machen. Das ist Anfang Dezember im Rahmen der Vorstellung des Hamburger Klimaplans und des Hamburger Klimaschutzgesetzes mit konkreten Maßnahmen in den zentralen Sektoren konkretisiert worden. Der erste Bürgermeister, Peter Tschentscher, hat hierzu in der Hamburgischen Bürgerschaft eine Regierungserklärung gemacht. Wir Abgeordneten werden uns mit den Senatsvorstellungen zum Klimaschutz sehr intensiv in den Ausschüssen auseinandersetzen. Ich teile Ihre Ansicht, dass Ökosysteme wichtig für den Klimaschutz sind. Da die Hälfte der Holzsubstanz in Wäldern aus Kohlenstoff besteht, sind Wälder bekanntermaßen nach den Ozeanen sehr wichtige Kohlendioxid-Senken. Wir wollen u.a. fast 10 % der Hamburger Fläche durch Naturschutzgebiete und fast 20 % durch Landschaftsschutzgebiete schützen. Wie Sie wissen, ist das Areal des heutigen Vollhöfner Waldes in den letzten 50 Jahren durch Einspülen von Elbsedimenten aufgehöht worden. Der Wald ist danach von selbst entstanden. Die Größe des Gesamtareals Altenwerder-West beträgt rund 45 Hektar. Hiervon können gemäß Hafenplanungsverordnung rund 30 Hektar für Hafenzwecke in Anspruch genommen werden. Bereits heute soll übrigens ein Teil des Vollhöfner Waldes in jedem Fall als geschützte Grünflächen erhalten bleiben. Das ist in der Hafenplanungsverordnung vom 3. Mai 2016 festgelegt. Ich freue mich, dass der Hamburger Senat Planungen für diese Fläche bis 2023 ausgesetzt hat. Damit bleibt sie in dieser Zeit in Gänze unangetastet. Erst in 2023 wird geprüft werden, ob überhaupt ein Bedarf an dieser Fläche besteht. Für die Prüfung sind sowohl die Entwicklungsprognose des Hamburger Hafens als auch ökologische Aspekte relevant. In den nächsten Monaten werden die Biotypen kartiert, damit die artenschutzrechtlichen Belange bewertet werden können. Erst wenn der ökologische Wert im Einzelnen vorliegen wird, kann in gut vier Jahren eine Entscheidung getroffen werden.
Bei weiteren Rückfragen können Sie mich gerne ggf. direkt anschreiben (info@anne-krischok.de).
Mit freundlichen Grüßen Anne Krischok

Antwort von Anne Krischok auf Abgeordnetenwatch.de



Antwort von Hildegard Jürgens (SPD)

keine Antwort bis 03. März
Abgeordnetenwatch.de



Antwort von Michael Weinreich (SPD)

keine Antwort bis 03. März
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Antwort von Hauke Wagner (SPD)

keine Antwort bis 03. März
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Antwort von Ralf Niedmers (CDU)

keine Antwort bis 03. März
Abgeordnetenwatch.de



Antwort von David Erkalp (CDU)

keine Antwort bis 03. März
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Antwort von Murat Gözay (Grün)

keine Antwort bis 03. März
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Antwort von Norbert Hackbusch (Linke)

keine Antwort bis 03. März
Abgeordnetenwatch.de



Antwort von Gulfam Malik (SPD)

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Auch wir als SPD-Fraktion fühlen uns dem Klimaschutz verpflichtet. Daher haben wir das Ziel, bis 2030 55 % CO2 im Vergleich zu 1990 einzusparen und Hamburg bis 2050 klimaneutral zu machen. Anfang Dezember werden wir diese Ziele im Rahmen der Vorstellung des Hamburger Klimaplans und des Hamburger Klimaschutzgesetzes mit konkreten Maßnahmen in den zentralen Sektoren untermauern. Genauso wie Sie sind wir der Ansicht, dass Ökosysteme wichtig sind für den Klimaschutz. Deshalb werden wir dafür sorgen, dass fast 10 % der Hamburger Fläche durch Naturschutzgebiete und fast 20 % durch Landschaftsschutzgebiete geschützt werden. Der Vollhöfner Wald ist in den letzten 50 Jahren durch das Einspülen von Elbsedimenten aufgehöht worden. Einen Wald gab es dort vorher nicht. Dieser Bereich ist über die Jahre mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. Die Größe des Gesamtareals Altenwerder-West beträgt rund 45 Hektar, hiervon können gemäß Hafenplanungsverordnung rund 30 Hektar für Hafenzwecke in Anspruch genommen werden. Der Hamburger Senat hat die Entwicklung dieser Fläche bis 2023 ausgesetzt und damit klargestellt, dass sie bis dahin unangetastet bleibt. Die SPD Bürgerschaftsfraktion unterstützt diese Position. 2023 wird dann geprüft werden, ob überhaupt ein Bedarf an dieser Fläche besteht. In diese Prüfung werden die Entwicklungsprognose des Hamburger Hafens und ökologische Aspekte einfließen und miteinander abgewogen. Um den ökologischen Wert des Vollhöfner Waldes einschätzen zu können, werden in den kommenden Monaten Biotypen kartiert sowie eine artenschutzrechtliche Betrachtung vorgenommen. Auf dieser Grundlage kann dann in gut vier Jahren eine vernünftige Entscheidung getroffen werden. Durch die Hafenplanungsverordnung vom 3. Mai 2016 ist aber jetzt schon sicher, dass ein Teil des Vollhöfner Waldes in jedem Fall als geschützte Grünflächen erhalten bleibt. So können ökonomische und ökologische Belange miteinander vereinbart werden.

Mit freundlichen Grüßen
Gulfam Malik
Gulfam Malik auf Abgeordnetenwatch.de


Antwort von Mehmet Yildiz (Linke)

Danke für Ihre Anfrage. Die Partei DIE LINKE erkennt den Vollhöfner Wald als ökologisch sehr wertvoll und schützenswert an. Aufgrund seines ökologischen Stellenwerts (so beherbergt der Vollhöfner Wald zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten und verbindet Naturschutzgebiete) sowie der Bedeutung natürlicher Grünflächen für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger Hamburgs sprechen wir uns klar für den Erhalt des Waldes aus. Ich selbst habe den Wald gemeinsam mit meinem Kollegen Stephan Jersch besucht. In der Bürgerschaft haben wir wiederholt auf das Thema aufmerksam gemacht sowie eine Anfrage an den Senat gestellt. In diesem Rahmen fordern u.a. einen neuen Hafenentwicklungsplan, durch den freistehende Hafenflächen neu bebaut werden müssten und so effizienter genutzt würden, statt durch Rodungen expansiv Platz zu schaffen. Besonders im Hinblick auf den Klimawandel ist es eines unserer zentralen Anliegen, grüne Lungen wie den Vollhöfner Wald zu bewahren.

Antwort Mehmet Yildiz auf Abgeordnetenwatch.de


Antwort von Stephan Jersch (Linke)

Herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Ich teile Ihre Einschätzung der Bedeutung des Vollhöfner Waldes voll und ganz. Ich persönlich setze mich, in unregelmäßigen Abständen, mit der Entwicklung des Waldes auseinander. Bisher gab es von mir zum Status drei Anfragen. Am 8.10.2015 (Naturschutz oder nicht Naturschutz? - Was wird aus dem Vollhöfner Wald?, Drs. 21/1863), dann erst wieder am 2. Mai 2019 (Sachstand Bebauung der Vollhöfner Weiden, Drs. 21/17052) und zuletzt am 19.9.2019 (Vollhöfner Wald, Altenwerder-West, Drs. 21/18429). Dazu kommen dann aber auch noch einige Erwähnungen in Debatten in der Bürgerschaft. Politisch ist an der rechtlichen Situation von Flächen im Hafenerweiterungsgebiet ohne parlamentarische Mehrheit leider nichts zu machen. Das die HPA ihren Flächenbedarf, dem der Wald zum Opfer fallen soll, auch nach mehreren Jahren nicht konkret benennen kann, ist für mich ein klares Indiz dafür, dass es sich um eine reine Flächenbevorratung auf Kosten der Natur handelt. Selbst wenn es Interesse von Logistikbetrieben an dieser Fläche gäbe, ist immer noch festzustellen, dass im Hafen noch Flächen vorhanden sind, bzw. Flächen von Firmen ohne direkten Hafenbezug okkupiert werden. Damit steht für mich, wie auch unsere Fraktion fest, dass es keine Notwendigkeit für die Erweiterung des Hafenerweiterungsgebiets gegeben hat und allen Entwicklungen entsprechend, vermutlich auch nie geben wird. Wir sprechen uns natürlich für eine Zurücknahme der Waldfläche aus dem Hafenerweiterungsgebiet und eine Einbeziehung in den Biotopverbund aus. Persönlich bin ich bisher nur bis an den Randf des Waldes gekommen. Bei der jetzigen Besetzung musste ich wegen meiner regulären Arbeit und anderer Abendtermine passen. Die angebotene Führung durch den Wald konnte ich wegen eines kurzfristigen Urlaubs nicht wahrnehmen. Es ist irgendwie schwierig für mich mit diesem Wald auf Tuchfühlung zu kommen. Das hindert mich aber nicht an meinem Einsatz für dessen Erhalt. Sie werden festgestellt haben, dass ich mich nicht zur zukünftigen Hafenentwicklung geäußert habe. Ich möchte hier nicht in das Aufgabengebiet unseres Hafenpolitischen Sprechers, Norbert Hackbusch, eingreifen. Grundsätzlich aber lehnen wir Sonderrechte, auch in Umweltfragen, wie sie die HPA im Hafen leider hat, ab. D.h. auch, dass über den Hafen weder Atom-, Kriegswaffen- noch Kohletransporte abgewickelt werden sollten. Zugegebermaßen fehlt hier vermutlich die Möglichkeit dies gerichtsfest festzuzurren, aber der politische Wille sollte gegenüber den Akteuren solcher Geschäfte klar geäußert werden. Falls Sie tiefergehend über die Hafenentwicklung und unsere Vorstellungen informiert werden möchten, bitte ich Sie sich an Norbert Hackbusch zu wenden. Gerne stehe ich Ihnen für weitere Fragen oder Anmerkungen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan Jersch
Antwort Stephan Jersch auf Abgeordnetenwatch.de

Stephan Jersch hat uns ein Videostatement zum Vollhöfner Wald bei unserer umwelpolitischen Fragestunde gegeben.



Antwort von Dominik Lorenzen (Grüne)

Ihre Bewertung zum Klimaschutz und Erhalt von Ökosystemen und speziell des Vollhöfner Waldes stimmt mit der Haltung meiner Partei (und von mir selbst) zu 100% überein. Ich war selbst bereits im Vollhöfner Wald bei einer Führung durch Schlickfall e.V. Dabei wurden wir aufgefordert, uns in der laufenden Legislaturperiode für ein Moratorium bei der Abholzung einzusetzen. Dies habe ich auf allen Ebenen, auf denen ich politische Gespräche führe, getan, somit ist das nun verkündete Moratorium auch für mich ein Erfolg. Unsere Landesvorsitzende Anna Gallina und unser Umweltsenator Jens Kerstan haben öffentlich angekündigt, den dauerhaften Erhalt des Vollhöfner Waldes 2020 zum Gegenstand von Koalitionsverhandlungen zu machen. Die Herausnahme von Moorburg aus dem Hafenerweiterungsgebiet ist Bestandtteil unseres Regierungsprogramms. Im Übrigen soll dies unabhängig von der realen Entwicklung der Containerumschlagszahlen erfolgen, deren Prognose in einem neuen Hafenentwicklungsplan dringend korrigiert werden muss. Wir Grünen wollen den Hafen zu einem ökologischen Innovationshafen weiterentwickeln, der die Dekarbonisierung der Schifffahrt und der Logistik vorantreibt und bei nachhaltigen Technologien und Unternehmen eine Spitzenposition erreicht.

Grüße
Dominik Lorenzen
Antwort Dominik Lorenzen auf Abgeordnetenwatch.de


Antwort von Anjes Tjarks (Grüne)

Ich stimme Ihnen völlig zu. Neben technischen Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen sind der Erhalt und die Stärkung von bestehenden Ökosystemen elementar. Deswegen haben wir dieses Jahr gemeinsam mit der Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ das Beste für die bestehenden Ökosysteme rausgeholt. Wir schützen damit fast ein Drittel der Flächen Hamburgs wirksam, verbessern die Naturqualität und haben es geschafft, den Konflikt zwischen Wohnungsbau und Grünerhalt zu schlichten. Die Rodungsgefahr rund um den Vollhöfer Wald treibt uns alle um. Wie Sie der vorherigen Frage und meiner Antwort entnehmen können, sehen auch wir Grüne die Überführung des Vollhöfer Waldes kritisch, weil die damaligen Prognosen zur Hafenentwicklung überholt sind – wie Sie zu Recht bemerken. Unser Umweltsenator, Jens Kerstan, hat sich daher auch für das aktuelle Moratorium für diese Fällperiode eingesetzt. Die Zukunft des Waldes liegt damit umso mehr in der Hand der Wählerinnen und Wähler. Denn die aktuelle Beschlusslage des Senates wird auch nach der Wahl so bestehen bleiben. Dies wird sich nur verändern können, wenn wir Grünen deutlich stärker werden. Für den Hamburger Hafen ist unser Ziel klar. Er soll innovativ und klimaneutral sein. Wir wollen den Erfolg zukünftig nicht mehr an der reinen Anzahl umgeschlagener Container bemessen, sondern an seinem Beitrag zum Klimaschutz. Den ersten Schritt sind dafür schon gegangen und haben beschlossen, dass alle Liegeplätze für Schiffe im Hafen elektrifiziert werden. Nicht nur Kreuzfahrtschiffe, sondern eben auch für die großen Containerschiffe. Wir wollen überall Landstromanlagen bauen und als erster Hafen eine ökologische Energieversorgung für Schiffe schaffen. Nun müssen wir die Reedereien ins Boot zu holen und mit den anderen europäischen Häfen an einem Strang zu ziehen. Hierfür haben wir uns bereits im Frühjahr mit Rotterdam auf den Weg gemacht und als Bürgerschaft den Grundstein für eine Kooperation unter den Hafenstädten gelegt. Aber das ist erst der Anfang. Es reicht natürlich nicht, wenn die Schiffe nur im Hafen sauber bleiben. Sie müssen auch auf der See Emissionen einsparen. Dazu brauchen wir in der Schifffahrt Alternativen zum Schweröl wie Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe. Auch das wollen und werden wir in den nächsten Jahren vorantreiben.

Viele Grüße
Anjes Tjarks
Antwort Anjes Tjarks auf Abgeordnetenwatch.de


Antwort von Ulrike Sparr (Grüne)

Der Vollhöfner Wald beschäftigt die Hamburger Grünen schon seit vielen Jahren. Er ist seit langem Bestandteil des sog. Hafenerweiterungsgebiets. Das heißt, er steht nicht mehr unter der Verwaltung von Bezirk oder Fachbehörde, sondern ist der HPA (Hamburg Port Authority) zugeordnet. Das erschwert jedes Bemühen, eine Planänderung herbeizuführen. Ich stimme Ihnen zu, dass dieser Wald ökologisch wertvoll ist und erhalten bleiben sollte. Diese Position wird in meiner Partei auch breit geteilt. Schon bei den Koalitionsverhandlungen 2015 haben wir versucht, den Wald aus der Hafennutzung heraus zu bekommen, leider ist dies damals nicht gelungen. Mittlerweile ist in der Tat deutlich geworden, dass die sehr optimistischen Prognosen der Hafenwirtschaft wohl nicht eintreten werden, sodass die Flächenansprüche des Hafens weiterhin zu hinterfragen sind. Hinzu kommt, dass die Klimakrise und das Artensterben einen sehr sorgsamen Umgang mit vorhandenen Natur-Refugien erfordern. Zum Glück ist es uns in den letzten Jahren gelungen, an anderen Stellen die Natur zu stärken, durch die Ausweisung neuer Naturschutzgebiete, den Bau neuer Parks und der Förderung des innerstädtischen Grüns. Auch der Rückkauf des Fernwärmesystems und der jetzt beginnende Umbau in Richtung auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung dient dem Zweck des Klimaschutzes. Vor wenigen Wochen ist es Umweltsenator Kerstan gelungen, von der Wirtschaftsbehörde die Zusage zu erhalten, dass bis 2023 im Vollhöfner Wald keine Veränderungen geplant sind. Ich hoffe, dass wir nach den Wahlen im Februar 2020 mit einer dann stärkeren Grünen Fraktion wieder in Koalitionsverhandlungen gehen können. Eine unserer Forderungen wird dann auch der dauerhafte Erhalt des Waldes sein.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Sparr
Antwort Ulrike Sparr auf Abgeordnetenwatch.de


Peter Tschentscher (SPD)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Susanne gefragt:

Die Hamburger Port Authority (HPA) plant den Bau von Logistikflächen an den Vollhöfner Weiden, auf einem über Jahrzehnte gewachsenen wertvollen Waldgebiet, das Sauerstoff erzeugt und CO2 speichert. Aktuell haben sich zwei große Reedereien mit ihren Liniendiensten teilweise in andere Häfen umorientiert. Der derzeitig verantwortliche Senat sieht keinen Handlungsbedarf, da das Gebiet erst ab 2023 entwickelt werden solle. Wie stehen Sie zu der Forderung, diesem Waldgebiet einen besonderen Schutzstatus zu gewähren, angesichts der globalen Klimakrise ?

Antwort:

Sehr geehrte Frau Susanne...,
der Hafen ist für Hamburg von grundlegender Bedeutung. Auch wenn zwei Reedereien Liniendienste verlegt haben: erstens soll deren Ladung auf anderen Linien weiterhin nach Hamburg kommen. Und zweitens haben wir gleichzeitig in 2019 vier Linien hinzugewonnen. Der Umschlag in unserem Hafen ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Das ist gut für unsere Wirtschaft, aber auch für die Umwelt, weil es keine klimafreundlichere Art gibt, eine Ware zu transportieren, als mit dem Schiff. Von Hamburg aus werden die Container zu einem großen Teil mit der Bahn weiter transportiert, was im Vergleich zu Rotterdam und Antwerpen ein besonderer Vorteil unseres Hafens ist.
Es besteht daher auch in Zukunft ein großer Flächenbedarf für die Hafenwirtschaft. Die Vollhöfner Weiden werden aber bis mindestens 2023 dafür nicht in Anspruch genommen. Ein Teil des Waldes soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Wir prüfen in den kommenden Jahren, wie wir dem Hafen am besten die Flächen zur Verfügung stellen können, die er benötigt. Bei der Entscheidung wollen wir auch den ökologischen Wert der Vollhöfner Weiden berücksichtigen. Um diesen besser einzuschätzen, werden in den kommenden Monaten Biotypen kartiert sowie eine artenschutzrechtliche Betrachtung vorgenommen.
Mit freundlichen Grüßen, Peter Tschentscher


Ties Rabe (SPD)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Susanne gefragt:

Die Hamburger Port Authority (HPA) plant den Bau von Logistikflächen an den Vollhöfner Weiden, auf einem über Jahrzehnte gewachsenen wertvollen Waldgebiet, das Sauerstoff erzeugt und CO2 speichert. Aktuell haben sich zwei große Reedereien mit ihren Liniendiensten teilweise in andere Häfen umorientiert. Der derzeitig verantwortliche Senat sieht keinen Handlungsbedarf, da das Gebiet erst ab 2023 entwickelt werden solle. Wie stehen Sie zu der Forderung, diesem Waldgebiet einen besonderen Schutzstatus zu gewähren, angesichts der globalen Klimakrise ?

Antwort:

Die Vollhöfner Weiden sind eine mögliche Hafenerweiterungsfläche. Derzeit ist nicht geplant, das Gebiet zu entwickeln, somit ist der Wald derzeit auch nicht gefährdet. Ob der Wald irgendwann dem Hafen weichen muss, muss dann entschieden werden, wenn es einen konkreten Bedarf für die Fläche gibt. Dazu müssen dann die Belange des Hafens und des wirtschaftlichen Wohlstands der Stadt auf der einen Seite und die Belange des Natur- und Umweltschutzes sowie des Klimaschutzes auf der anderen Seite vernünftig abgewogen werden. Welche Belange bei einer solchen Abwägung Vorrang haben werden, ist aus der heutigen Perspektive nicht zu beantworten. Ich kann mir beides vorstellen. Denn einerseits leistet der Wald einen Beitrag zum Klimaschutz, andererseits kann auch ein vitaler Hafen und die damit verbundenen Steuereinnahmen dem Klimaschutz nützen, wenn diese Steuereinnahmen beispielsweise sinnvoll für Klimaforschung, Gebäudesanierung oder den Ausbau von Bus und Bahn eingesetzt werden. Eine Abwägung ist erst möglich, wenn beide Alternativen wirklich konkret zur Entscheidung stehen.


Ralf Neubauer (SPD)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Marina gefragt:

Sehr geehrte Herr Neubauer, wie ist Ihre Meinung zum VOLLHÖFNER WALD in FINKENWERDER? Sind Sie für den Erhalt des Waldes? Wenn ja, was haben Sie bisher unternommen,um den Plänen der HPA,den Wald für den Bau von Logistikflächen, 23.000 Bäume abholzen zu wollen, entgegenzuwirken? Leider hat der rot grüne Senat 2016 den Vollhöfnner Wald, per Verordnung vom Hafenerweiterungsgebiet zum Hafennutzungsgebiet überführt und somit diesen Plänen zugestimmt. Stehen Sie noch zu dieser Entscheidung? Der Senat sieht zur Zeit leider keinen Handlungsbedarf, da diese Pläne angeblich erst 2023 umgesetzt werden sollen. Wie sehen Sie das? Werden Sie sich auch schon jetzt für den Erhalt des Waldes einsetzen? MfG.

Antwort:

Sehr geehrte Frau Marina ..., vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich bin für den Erhalt des Vollhöfner Waldes in Altenwerder. Im Regionalausschuss Finkenwerder und dem Hauptausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte haben wir vor Ort gemeinsam einstimmige Beschlusslagen in diesem Sinne herbeigeführt. Gleiches gilt auch für die Bezirksversammlung Harburg. In den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen muss der dauerhafte Erhalt, über das Jahr 2023 hinaus, festgeschrieben werden. Dafür werde ich mich im Falle meiner Wahl einsetzen.
Mit besten Grüßen
Ralf Neubauer

Ralf Neubauer hat sich auf seiner Webseite ralfneubauer.de und auf kandidatencheck.ndr.de für den erhalt des Vollhöfner Waldes ausgesprochen.
Ebenso während seines Videostatements bei unserer umwelpolitischen Fragestunde
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Andreas Dressel (SPD)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Susanne gefragt:

Die Hamburger Port Authority (HPA) plant den Bau von Logistikflächen an den Vollhöfner Weiden, auf einem über Jahrzehnte gewachsenen wertvollen Waldgebiet, das Sauerstoff erzeugt und CO2 speichert. Aktuell haben sich zwei große Reedereien mit ihren Liniendiensten teilweise in andere Häfen umorientiert. Der derzeitig verantwortliche Senat sieht keinen Handlungsbedarf, da das Gebiet erst ab 2023 entwickelt werden solle. Wie stehen Sie zu der Forderung, diesem Waldgebiet einen besonderen Schutzstatus zu gewähren, angesichts der globalen Klimakrise ?

Antwort:

Sehr geehrte Frau Schenk-Korndörfer,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich freue mich, dass Sie sich für den Erhalt der Natur in unserer Stadt einsetzen. Die Fläche der sogenannten Vollhöfner Weiden liegt wie Sie richtig sagen im Hafengebiet und damit im Wirkungsfeld der HPA. Eine Nutzung der Fläche für hafenwirtschaftliche Zwecke steht in den nächsten Jahren nicht an, auch Rodungen sind nicht geplant. Bereits 2016 wurde entschieden, dass ein Teil der Vollhöfner Weiden in jedem Fall als geschützte Grünfläche erhalten bleiben wird. Die zuständigen Behörden führen derzeit eine Kartierung der Biotoptypen sowie eine artenschutzrechtliche Betrachtung durch.

Hamburg ist eine wachsende Stadt mit begrenztem Raum, daraus ergeben sich schnell Nutzungskonkurrenzen. Ganz grundsätzlich wollen wir eine nachhaltige, sozial verantwortungsvolle Stadtentwicklung, die den Charakter unserer Stadt mit ihren vielen Parks, Grünanlagen, Bäumen und ihrer Stadtnatur bewahrt. Daher haben wir auch mit den Naturschutzbund Hamburg einen „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün“ geschlossen, der mehr Wohnen, mehr soziale und verkehrliche Infrastruktur und mehr Naturqualität in Hamburg garantiert. Wenn an einer Stelle Grünfläche verschwindet, brauchen wir einen adäquaten Ersatz.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben seit 2011 insgesamt rund 670 ha Flächen neu unter Naturschutz gestellt. Aktuell gibt es 35 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 7.124 ha. Obwohl Hamburg wächst und dichter bebaut wird, wollen wir den Anteil der Naturschutzgebiete am Stadtgebiet auf 10 Prozent erhöhen. Hamburgs Parks, Wälder und Feldmarken werden wir für die Erholung wie zum Schutz des Klimas pflegen und erhalten. Zudem wollen wir ein gezieltes Aufforstungsprogramm starten, um die Anstrengungen zu flankieren. Fließ- und stehende Gewässer werden wir biologisch weiter verbessern.

Wir können hier in Hamburg dazu beitragen, dass die Entwicklung von Flächen in unserer Stadt so nachhaltig wie möglich erfolgt. Es muss aber auch möglich sein, dass sich die Stadt weiterentwickelt – wenn dabei Naturflächen betroffen sind, geht das nur mit einem ausreichenden Ausgleich. Ich hoffe, Sie stimmen mir zu, dass es keine gute Lösung wäre, in Hamburg Entwicklungen zu verhindern und diese ins Umland zu verlagern – möglicherweise mit noch größerem Schaden für die Natur.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort weiterhelfen. Beste Grüße, Andreas Dressel



Melanie Leonhard (SPD)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Susanne gefragt:

Die Hamburger Port Authority (HPA) plant den Bau von Logistikflächen an den Vollhöfner Weiden, auf einem über Jahrzehnte gewachsenen wertvollen Waldgebiet, das Sauerstoff erzeugt und CO2 speichert. Aktuell haben sich zwei große Reedereien mit ihren Liniendiensten teilweise in andere Häfen umorientiert. Der derzeitig verantwortliche Senat sieht keinen Handlungsbedarf, da das Gebiet erst ab 2023 entwickelt werden solle. Wie stehen Sie zu der Forderung, diesem Waldgebiet einen besonderen Schutzstatus zu gewähren, angesichts der globalen Klimakrise ?

keine Antwort bis 03. März



Jens Kerstan (Grüne)

Jens Kerstan hat sich öffentlich zum Wald positioniert. Youtube.de, Abendblatt

Und wurde auf AbgeordnetenWatch von Susanne gefragt:

Die Hamburger Port Authority (HPA) plant den Bau von Logistikflächen an den Vollhöfner Weiden, auf einem über Jahrzehnte gewachsenen wertvollen Waldgebiet, das Sauerstoff erzeugt und CO2 speichert. Aktuell haben sich zwei große Reedereien mit ihren Liniendiensten teilweise in andere Häfen umorientiert. Der derzeitig verantwortliche Senat sieht keinen Handlungsbedarf, da das Gebiet erst ab 2023 entwickelt werden solle. Wie stehen Sie zu der Forderung, diesem Waldgebiet einen besonderen Schutzstatus zu gewähren, angesichts der globalen Klimakrise ?

Antwort:

Sehr geehrte Frau Susanne...,

wir Grüne fühlen uns an die Zusage in Bezug auf die Vollhöfner Weiden aus dem Koalitionsvertrag für diese Legislaturperiode gebunden. Es ist allerding üblich, dass ein neuer Senat geplante Projekt überprüft und gegebenenfalls neu bewertet. Ich persönlich finde es falsch, in Zeiten des Klimawandels Wälder für Logistikflächen zu roden. Insbesondere auch deshalb, da in einer Millionenmetropole knappe Flächen nicht für flächenintensive Logistik genutzt werden sollten, die wenige Arbeitsplätze und wenig Wertschöpfung bringt. Daher werde ich mich für einen dauerhaften Erhalt des Vollhöfner Waldes einsetzen.
Viele Grüße, Jens Kerstan


Martin Bill (Grüne)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Marina gefragt:

Sehr geehrter Herr Will, werden Sie sich für den Erhalt des Vollhöfner Waldes in Hamburg FINKENWERDER einsetzen? Die HPA plant den Bau von Logistikflächen auf einem 45 ha großen Gelände, wo sich heute ein gesunder Laubwald mit einer schützenswerten Arten und Pflanzenwelt entwickelt hat. Dieser Wald soll abgeholzt werden! Der Vollhöfner Wald wurde vom rot- grünen Senat 2016, per Verordnung vom Hafenerweiterungsgebiet zum Hafennutzungsgebiet erklärt. Werden Sie sich dafür einsetzen den Wald aus der Hafenerweiterung zu nehmen und ihm einen besonderen Schutzstatus zu überführen? MfG

keine Antwort bis 03. März


Sonja Lattwesen (Grüne)

Sonja Lattwesen will den Vollhöfner Wald erhalten und hat uns ein Videostatement bei unserer umwelpolitischen Fragestunde gegeben.

GruenenFlyer


Gerrit Fuß (Grüne)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Sebastian gefragt:

Moin
Wie erklären Sie als Abgeordneter der Grünen, dass obwohl sie seit 5 Jahren mitregieren trotzdem jedes Jahr mehr Straßenräume gefällt als gepflanzt werden? Dass der Vollhöfner Wald und der Wilde Wald, Unzohets einzige „Urwälder“ von der Kettensäge bedroht sind? Dass in Harburg ein Moor für Logistik trockengelegt werden soll? Dass die Elbe weiter ausgebaggert wird? Dass Moorburg das Ökosystem der Elbe durch sein Kühlwasser bedroht, zusätzlich zum CO2 Ausstoß Dass man sich als kl Koalisationpartner nicht überall durchsetzten kann, ok aber wo sind die Erfolge der Grünen? Wo wurden die vielen Wähler der Grünen für ihr Vertrauen belohnt? Mit freundlichen Grüßen

keine Antwort bis 03. März

GruenenFlyer


Gudrun Schittek (Grüne)

Gudrun Schittek setzt sich schon seit längerer Zeit für den Vollhöfner Wald ein. gruene-harburg.de
Und wurde auf AbgeordnetenWatch von Liliane gefragt:

Sehr geehrte Frau Schittek,

wie stehen Sie zu den Plänen der Daimler AG, im Hamburger Süden ein ökologisch wertvolles Niedermoor zu zerstören - für ein Logistikzentrum? Wenn die Gründen das unterstützen, ebenso wie die Abholzung des Vollenhöfer Waldes, wäre das sehr bedauerlich... Und wenig zeitgemäß. Mit freundlichen Grüßen,
Liliane

Antwort:

Sehr geehrte Liliane,

Die Pläne zum Bau einer Logistikfläche zur Erweiterung der Daimler Werkes sehen wir sehr kritisch. Daimler argumentiert, dass damit 600 Arbeitsplätze geschaffen bzw. der Standort mit 2500 Arbeitsplätzen in Hausbruch erhalten werden kann. Außerdem solle eine direkte Schienenanbindung an das Werk gebaut werden, damit soll LKW Verkehr vermieden werden, was deutlich weniger klimaschädlich wäre. Wir haben jetzt mit dem Beschluss zur Einleitung des Bebauungsplanverfahrens einen Vertrag beschlossen, dass wir der Werkserweiterung nur unter bestimmten Bedingungen zustimmen. Es muss garantiert werden, dass die Schienenanbindung vom bestehenden Mercedes Werk gebaut werden. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Fläche nicht für einen anderen Zweck bebaut wird. Außerdem haben wir zur Bedingung gemacht, dass Ausgleichsflächen im Bezirk geschaffen werden sollen. Wir sind vom BUND beraten worden, es können Flächen im Moorgürtel und in Neuland erworben werden und gezielt vernässt werden um neue Moore zu schaffen. Wenn wir das nicht beschlossen hätten, hätte der Senat das Planverfahren evoziert, das heißt der Senat hätte das Planverfahren übernommen und wir hätten im Bezirk gar keine Möglichkeit mehr, auf die Entscheidungen Einfluss zu nehmen.

Zum Vollhöfner Wald- ich setze mich seit 2015 für die Erhaltung ein und habe damals schon mobilisiert. Ich habe im Februar 2019 im Bezirk mit unseren Grünen den Antrag eingebracht, dann Völli zu erhalten. Alle Parteien der Bezirksversammlung haben zugestimmt. Unsere Bürgerschaftsfraktion und unsere Senatsmitglieder sind bis Februar noch an den Koalitionsvertrag mit der SPD gebunden. Nach der Wahl sieht hoffentlich alles anders aus und der Wald wird erhalten und zum als Naturschutzgebiet erklärt!

Mit freundlichen Grüßen
Gudrun Schittek


Miriam Putz (Grüne)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Ecks gefragt:

Guten Tag Frau Dr.Putz.
Da es zwischen den meisten Parteien immer weniger Unterscheidungsmerkmale gibt, suche ich mir als Wähler 2-3 Knackpunkte die meine Wahl letztendlich entscheiden. Einer davon ist der "Vollhöfener Wald". Auch wenn er nicht in meinem Bezirk liegt. Wie stehen die GRÜNEN und damit auch Sie zum Erhalt dieses Biotops? Das Gelände wird von der HPA verwaltet und mittlerweile mit einem Betretungsverbot belegt. Wollen auch Sie diesen Wald als Hafenerweiterungsgebiet behandelt wissen. Vielen Dank für eine Antwort vor den Wahlen.
Danke

Antwort:

Sehr geehrter Herr Ecks,
vielen Dank für Ihre Frage, und selbstredend trete ich als Mitglied der Grünen für den Erhalt von Wäldern und Grünflächen ein. Es ist leider so, dass sich die Grünen bei den vergangenen Koalitionsverhandlungen nicht durchsetzen konnten mit der Haltung, dass die Rodung des schützenswerten Vollhöfner Waldes nicht gerechtfertigt ist, um Flächen für Logistik und Hafenerweiterung zu schaffen. Jens Kerstan (Umweltsenator, Grüne) hat allerdings die Zusage der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), den Vollhöfner Wald bis mind. 2023 zu erhalten. Das ist nun aber nicht mehr lange hin und so wird dieses Stück Natur Gegenstand der Koalitionsverhandlungen sein müssen, mit dem Ziel, den Wald dauerhaft zu erhalten - hierin sehe ich auch gar keine andere Option (und für eben solche Verhandlungen hilft natürlich ein starkes Grünes Wahlergebnis).
Herzliche Grüße
Miriam Putz


Katharina Fegebank (Grüne)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Inken und Susanne gefragt:

Sehr geehrte Frau Fegebank, gern wüsste ich, wie Sie bzw. der Landesverband der Grünen in Hamburg zum Bestand/Schutz des Vollhöfner Waldes stehen.
Die Hamburger Port Authority (HPA) plant den Bau von Logistikflächen an den Vollhöfner Weiden, auf einem über Jahrzehnte gewachsenen wertvollen Waldgebiet, das Sauerstoff erzeugt und CO2 speichert. Aktuell haben sich zwei große Reedereien mit ihren Liniendiensten teilweise in andere Häfen umorientiert. Der derzeitig verantwortliche Senat sieht keinen Handlungsbedarf, da das Gebiet erst ab 2023 entwickelt werden solle. Wie stehen Sie zu der Forderung, diesem Waldgebiet einen besonderen Schutzstatus zu gewähren, angesichts der globalen Klimakrise ?

Antwort:

Sehr geehrte Frau Susanne...,

den Wald für Logistikflächen im Hafen zu opfern, ist nicht mehr zeitgemäß. Es ist uns gelungen, ein Bekenntnis des Senates zu einem Erhalt des Waldes bis mindestens 2023 zu erreichen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass dieser wertvolle Wald dauerhaft erhalten bleibt!
Mit freundlichen Grüßen, Katharina Fegebank

Sehr geehrte Frau Inken...,

den Wald für Logistikflächen im Hafen zu opfern, ist nicht mehr zeitgemäß. Es ist uns gelungen, ein Bekenntnis des Senates zu einem Erhalt des Waldes bis mindestens 2023 zu erreichen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass dieser wertvolle Wald dauerhaft erhalten bleibt!
Mit freundlichen Grüßen,Katharina Fegebank



Cornelia Bartsch (Grüne)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Liliane gefragt:

Sehr geehrte Frau Bartsch,
wie stehen Sie zu den Plänen der Daimler AG, im Hamburger Süden ein ökologisch wertvolles Niedermoor zu zerstören - für ein Logistikzentrum? Wenn die Gründen das unterstützen, ebenso wie die Abholzung des Vollenhöfer Waldes, wäre das sehr bedauerlich... Und wenig zeitgemäß.
Mit freundlichen Grüßen,Liliane

Antwort:

Guten Tag,
die Grünen unterstützen weder die Pläne der Daimler AG noch die Abholzung des Vollhöfner Waldes. Im Gegenteil. Wir machen uns dafür stark, dass die Naturflächen in Hamburg erhalten bleiben. Allerdings gibt es beiden von Ihnen angesprochenen Punkte das Problem, dass die letztgültige Entscheidung über diese Flächen im Senat bei der von der SPD geführten Wirtschaftsbehörde bzw. der HPA liegt. Um grüne Ziele in der parlamentarischen Arbeit durchsetzen zu können brauchen wir starke Grüne in der Bürgerschaft.
Herzliche Grüße, Cornelia Bartsch



Miriam Block(Grüne)

Miriam Block will den Vollhöfner Wald erhalten und hat uns ein Videostatement bei unserer umwelpolitischen Fragestunde gegeben.



André Trepoll (CDU)

Wurde auf AbgeordnetenWatch von Susanne gefragt:

Die Hamburger Port Authority (HPA) plant den Bau von Logistikflächen an den Vollhöfner Weiden, auf einem über Jahrzehnte gewachsenen wertvollen Waldgebiet, das Sauerstoff erzeugt und CO2 speichert. Aktuell haben sich zwei große Reedereien mit ihren Liniendiensten teilweise in andere Häfen umorientiert. Der derzeitig verantwortliche Senat sieht keinen Handlungsbedarf, da das Gebiet erst ab 2023 entwickelt werden solle. Wie stehen Sie zu der Forderung, diesem Waldgebiet einen besonderen Schutzstatus zu gewähren, angesichts der globalen Klimakrise ?

Antwort:

Sehr geehrte Frau Susanne...,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg hat erst vor kurzem einen Antrag eingebracht, mit der Aufforderung an den rot-grünen Senat, die Fläche des Vollhöfner Waldes aus der Hafenerweiterung zu entlassen. Die Stellungnahme des Senats darauf war unbefriedigend. Ich setze mich daher dafür ein, dass sich der kommende Senat um alternative Flächen bemüht und sich dann eindeutig zum Erhalt der Vollhöfner Weiden bekennt, damit dieser dauerhaft als Waldfläche erhalten werden kann.
Mit freundlichen Grüßen, André Trepoll


Hannes Lincke (ÖDP)

Hannes Lincke will den Vollhöfner Wald erhalten und hat uns ein Videostatement bei unserer umwelpolitischen Fragestunde gegeben.



Kilian Muth (Volt)

Kilian Muth will den Vollhöfner Wald erhalten und hat uns ein Videostatement bei unserer umwelpolitischen Fragestunde gegeben.